Unaufhörlicher Schmerz

Römer 9:2-3 Ich habe großen Kummer und empfinde unaufhörlichen Schmerz. Ich wünschte ich wäre verflucht – getrennt von Christus – um der Angehörigen Meines Volkes willen.

Als junger Mann zog ich von Oklahoma nach Kalifornien um. Ich wollte Schauspieler werden, aber auch auf Evangelisation fokussieren. Durch Keith Green wurde ich inspiriert und hatte die Leidenschaft anderen von Jesus zu erzählen. Meine große Frage war das „Wie?“ Ich hörte mir Aufnahmen von Gemeindeleitern über Evangelisation an, las Bücher über dieses Thema und beobachtete wie andere die Gute Botschaft verbreiteten. Aber je mehr Freunde ich machte, die keine Christen waren, desto mehr erkannte ich ein Problem, das wenige Quellen ansprachen. Eifer war nicht die Antwort – aber ein gebrochenes Herz für die Verlorenen. Umso mehr ich zuließ, daß mein Herz Gottes unendlichen Schmerz für die Verlorenen mitfühlte, desto größer wurde mein Wunsch alles zu tun um jeder Person zu helfen, Ihn kennen zu lernen. Plötzlich wurden Evangelisation und Jüngerschaft zu einem natürlichem Ausdruck von Liebe, anstelle von Aufgaben aus einer geistlichen „to do“ Liste.

In diesen ersten Versen aus dem Römerbrief, spricht Paulus über diese Liebe für seine verlorenen Landsmänner und von der Bereitschaft von Christus getrennt zu sein um ihretwillen. Vor seiner Bekehrung hatte Paulus Eifer für Gott. Aber seine Augen wurden geöffnet, Paulus wurde erfüllt mit Gottes Herz – Gottes Schmerz für die Verlorenen. Paulus‘ Eifer, der andere gebrochen hatte, formte sich zu einer Liebe um, die sein Herz brach und ihn dazu brachte sein Leben für andere niederzulegen. Das ist Evangelium in Aktion.

Viele der Stimmen über Evangelisation, denen ich anfangs gefolgt bin, brachten mich dazu, die Verlorenen als Ziele zu betrachten. Es war meine Aufgabe sie in die Unterwerfung zu hämmern, gemäß der Wahrheit des Evangeliums. Als mein Herz anfing mit Gottes Liebe für sie zu bluten, wurden Tricks und Kniffe anstößig für mich. Meine Frage formulierte sich vom „wie evangelisiere ich?“ zu „wie kann ich diesen Freunden die tiefe Liebe Gottes zeigen?“ um. Meine Erfahrung ist, daß dieser Schmerz nicht kommt weil wir ihn wollen, sondern wenn wir danach fragen. In diesem Gebet geht es nicht um die Verlorenen, sondern darum das Herz Christi für die Verlorenen zu empfangen. Mehr denn je, in dieser Zeit der Spaltungen und der Konflikte, brauchen wir Herzen, die mit Gottes Liebe für diejenigen erfüllt sind, die in Finsternis wandeln. Wenn wir uns gegen die Vorstöße der Finsternis und Betrug dieser Welt stämmen, müssen wir damit aufhören Menschen als Feinde zu betrachten. Dies ist eine schwierige Balance, die wir nur mit Gebet und Gnade finden.

„Jesus wir haben weder die Fähigkeit noch die Kraft, durch den Haß, die Verwirrung, und Irreführungen unserer Zeit durchzubrechen, aber Deine Lieben kann das. Fülle unsere Herzen mit Deinem Schmerz für die Verlorenen. Verändere uns zu Kindern die sehen, handeln und reagieren wie
Du.“